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Perger Natur(er)Lebensräume

Im Norden der Stadt Perg, am Abhang des böhmischen Massivs zur Molassezone, befinden sich ökologisch wertvolle und interessante Biotoptypen mit standortgerechter Vegatation ausgestattet. Diese sollen mit einem Rundweg verbunden werden, der  einlädt, sich mit den ökologischen Verhältnissen vor Ort zu beschäftigen.

Ein Hauptanliegen ist der regionalen Bevölkerung, den Schülern und natürlich auch Besuchern den Wert der Natur auf einfache Art und Weise spielerisch zu vermitteln und ein weiteres Naherholungsgebiet zu erschließen.

Ausgangssituation:

Die Friedhofwiese ist  eine trockene Magerwiese, die durch ihre extensive Bewirtschaftung  (Gemeindegrund) eine reichhaltige, teilweise schützenswerte Flora aufweist (Ständelwurz!, Wiesensalbei, Klappertopf, Schopfkreuzblume! u. a.). Der Stephanienhain besteht aus einem naturnahen Mischwald (Eichen-Hainbuchen-Linden- und Fichtenwald) mit Ausblick auf die Stadt und das Alpenvorland. Vorbei an historisch interessanten Gebäuden (Steinbrecherhaus, Erdställe, Erdwohnung in Perger Sandstein) führt der Weg anschließend ins Naarntal (mit typischen Schluchtwäldern).

Vision und Ziele:

Die oben angeführten Ökotypen und historischen Sehenswürdigkeiten sollen anhand eines Rundweges mit Infoständen sowohl einen pädagogischen Anspruch stellen (Schulklassen, Eltern mit Kinder), als auch in angenehmer, erwanderbarer Form, Einheimischen und Gästen nähergebracht werden.

Geologie, Ökologie, aber auch Artenkenntnis soll durch Schautafeln vermittelt werden. Daneben wird naturnahes Agieren auch praktisch vermittelt z. B. durch ein sogenanntes „Insektenhotel“ (Nisthilfen für Nutzinsekten und seltene Insektenarten). Eine „Naschhecke“ mit heimischen Gehölzen (Kornelkirsche, Sanddorn, Schlehe u. a.) vermittelt systematisches Wissen auf andere Art und Weise.

Am Naarnfluss sorgen schließlich „Wasserspiele“ für sinnlich wahrnehmbare Naturerlebnisse (für Kinder und Junggebliebene). Wasser - fühlen, stauen und fließen lassen - auf spielerische Weise kennenlernen.

Es ergeben sich somit mehrere Haltestationen (siehe Skizze) mit Schautafeln:

  • Hauptplatz (Ausgangspunkt)
  • Friedhofwiese (zwei Schautafeln mit Pflanzenabbildungen + Text)
  • Aussichtswarte ( zwei Tafeln mit Panorama und Fauna, hauptsächlich Insekten)
  • Stadlergrund („Naschhecke“, „Insektenhotel“, geologische Schautafel)
  • Steinbrecherhaus („Exponate von heimischen Sanden und Gesteinen“ )
  • Stephanienhain (Beschilderung markanter Bäume)
  • Waldbad („Wasserspiele“)

Die teilweise neu zu errichtenden Wege sollen als Sandwege, mit wasserverdichtetem Bruchsand als Gehbelag, errichtet werden. Die Besprechungsplätze bei den Stationen werden mit heimischem Granit, wie Kleinschlag oder Grosskopf, im Sandbett gepflastert.  Mauern gegen Erdreich und Sitzplatzsockeln sollen als Trockenmauerwerk aus unterschiedlichen Mauerarten errichtet werden (ertastbare Geologie). Diese können somit auch als Biotope und Lebensräume für konkurrenzschwache Pflanzen und ebensolchen Tieren dienen. Generell ist für die Umsetzung eine möglichst naturnahe Gestaltung mit wassergebundenen Wegbelägen, regionalen Baumaterialien, heimischen Hölzern und heimischen, standortgerechten Pflanzen vorgesehen. Ebenso sind verschiedene Elemente wie Trockenmauern und Hecken als zusätzliche Lebensraumverbesserung vorgesehen.

Projektträger: Verschönerungsverein Perg
 

Small Towns in Transition – Grein

Oberösterreichs Kleinstädte sind mit fundamentalen Veränderungen konfrontiert, wie etwa mit

  • der Entleerung der Stadtkerne
  • der Alterung der Bevölkerung in einzelnen Stadtteilen
  • der Ausdünnung der Nahversorgung in den Stadtzentren
  • dem Funktionsverlust des kulturhistorisch wertvollen baulichen Erbes
  • dem deutlichen Wertverlust bei Immobilien, die nicht den An-sprüchen hinsichtlich Lage, Form und Ausstattung heutiger Nachfrage entsprechen
  • einer fortschreitenden Suburbanisierung und Auslagerung tra-ditioneller innerstädtischer Funktionen an die Siedlungsränder
  • veränderte Versorgungsansprüche ihrer Bewohner
  • einem erweiterten Bedarf an Freizeitangeboten insbesondere im Tourismus

Ausgehend von der Annahme, dass die Transformationsprozesse in Oberösterreichs Kleinstädten ähnlich, jedoch in unterschiedlichen Intensitäten und Geschwindigkeiten verlaufen, wurden drei oberösterreichische Kleinstädte ausgewählt, an Hand deren Zentren sich der Strukturwandel manifestiert:

  • Die Stadt Enns im oberösterreichischen Zentralraum
  • Die Stadt Grein in peripherer Lage mit strukturschwachem Umland
  • Die Stadt Schärding in grenznaher Lage als Bezirksstadt im Spannungsfeld übergeordneter Zentren

Die Analysen im Rahmen des Projekts basieren dabei auf folgender Leitfrage:

Welche Handlungsspielräume und Handlungsoptionen bestehen, um eine Revitalisierung der Stadtzentren oberösterreichischer Kleinstädte anzuregen?

Geplante Arbeitsschritte:

  • Bildung einer Steuerungsgruppe bestehend aus VertreterInnen vom Amt der OÖ. Landesregierung, vom Büro des Wirtschaftslandesrates sowie der Projektgemeinden
  • Abgrenzung des Untersuchungsraums „Stadtzentrum“ gemeinsam mit der Steuerungsgruppe
  • Funktions- und raumstrukturelle Analyse des jeweiligen Untersuchungsraumes an Hand von verfügbaren Sekundärdaten
  • schriftliche Befragungen von BewohnerInnen, Gewerbe- und Geschäftstreibenden und „InnenstadtbenützerInnen“
  • ExpertInneninterviews (EntscheidungsträgerInnen, InteressensvertreterInnen etc.)
  • Auslotung der Handlungsspielräume und Handlungsoptionen durch Auswertung einschlägiger Literatur sowie dokumentierter Best-Practice-Beispiele
  • Arbeitsergebnisse von Fokusgrupppenworkshops
  • Ausarbeitung eines Aktionsplans zur Stärkung des jeweiligen Stadtkerns
  • Erstellung eines „Buches der Inspiration“ zur Stärkung von  Kleinstädten in Oberösterreich
  • Verarbeitung der Arbeitsergebnisse durch Abhaltung einer thematisch einschlägigen Konferenz
  • Pressearbeit, Fachpublikationen, Teilnahme an der oberösterreichischen Ortsbildmesse

Projektträger: Verein der Greiner Wirtschaft
 

       





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